Gestänge - Befestigung

Via Clip: vaude und robens sind da absolute Visionäre Vorteile: Sehr schneller Auf- /Abbau. Beim Abbau muss nur eine Seite gelöst werden. Wenn die Spannung weg ist, kann man das Zeltgestänge einfach rausziehen. Beim Abbau behalte ich das Gestänge gleich in der Hand und zerlege es - ein grosser Vorteil wenn der Boden matschig ist. Nachteile: Keine mir bekannten Via Stangenkanal:  Vorteile: Keine mir bekannten. Einige Zelt-Hersteller behaupten, der Aufbau ginge schneller. Den Wettbewerb trete ich gerne an! Nachteile: Der Aufbau mag flott gehen, solange der Stangenkanal frei und sauber ist. Aber es kann auch passieren, dass Dreck oder Gras im Stangenkanal landet. Wenn der Stangenkanal einen offenen Ausgang hat: Glück gehabt. Wenn nicht: Viel Spass :-) Der Abbau ist ... nun ja: o Spannung wegnehmen und Zeltstangen rausziehen geht nicht! Vielleicht im Laden, wenn das Zelt trocken ist, aber nicht, wenn das Zelt nass ist (Regen, Morgentau). Beim Versuch das Gestänge rauszuziehen, zerfällt es, und dann geht die grosse Fummelei los. o Also muss man das Zeltgestänge rausstossen (so wie es die Zelthersteller vorgeben). Der Versuch - bei einem nassen Aussenzelt - das Gestänge rauszustossen ... UND DABEI SELBST TROCKEN ZU BLEIBEN ist mir noch nicht gelungen (und das noch in einer akzeptablen Zeit !!!) Ausserdem landet das Gestänge auf dem Boden. Pech wenn der Boden dann matschig ist! Fazit: Mein Favorit ist ganz klar eine Befestigung via Clip. Der schnelle und problemlose Auf- / Abbau ist konkurrenzlos. Als Reisender starte ich sehr früh und radle erstmal 1-2 Stunden, bevor ich mir eine sonnige Stelle für’s Frühstück suche. Ich starte so früh, um als Wildzelter nicht erwischt zu werden, und um die kühlen Morgenstunden zu nutzen. Der frühe Start bedingt, dass ich mein Zelt jeden Morgen nass / feucht abbauen und einpacken muss. Das Zelt wird dann in der Mittagspause schnell getrocknet.

Belüftung

Der Unterschied zwischen einem 3-Season & 4-Season Zelt liegt in 3 Punkten: Gestänge: Stabil genug für (schwere) Schneelast und Stürme? Innenzelt: Winddicht? Aussenzelt: Reicht bis zum Boden (Winddicht)? Viele 3-Saison-Zelte haben nur noch Meshgewebe und das Aussenzelt geht nicht bis zum Boden (beides spart Gewicht und sorgt für bessere Belüftung). Wer aber auch in der Randsaison unterwegs ist (Frühfrühling oder Spätherbst) oder in höheren Lagen, dem kann schnell kalt werden.

Was also macht ein gutes 3-Saison-Zelt aus?

Aussenzelt bis zum Boden, mit Option hochzubinden (für bessere Belüftung). Visionär ist hier robens mit der Trial-Serie Winddichtes Innenzelt, mit Option Meshgewebe in den Türen zu öffnen Definitiv 2 Eingänge für grosse Durchlüftung Hier verstehe ich den Visionär vaude nicht, der gut durchdachte Zelte wie das Mark 2P und Taurus Ultralight XP 2P anbietet, aber mit nur 1 Eingang. Ich bin 6 Jahre mit dem Hogan von Vaude gereist und musste es letztendlich aufgeben, weil es mehr Sauna als Zelt war.

Aufbau

Aussenzelt mit eingehängtem Innenzelt: Es wird nur das Aussenzelt aufgebaut, worin das Innenzelt hängt. o Beim Aufbau im Regen wird das Innenzelt nicht nass o Aufbau bei windigem Wetter leichter o Kostet weniger Zeit beim Auf- / Abbau o Nur Innenzelt Aufbau kompliziert (wenn überhaupt möglich). Eventuell wird extra Material benötigt! Ein schneller Aussenzeltaufbau bei einsetzendem Regen: Unmöglich ohne eingehängtem Innenzelt: Es wird zuerst das Innenzelt aufgebaut. Dann das Aussenzelt darüber gespannt (Überwurf-Konstruktion) o Beim Aufbau im Regen wird das Innenzelt nass o Aufbau bei windigem Wetter schwerer o Kostet mehr Zeit beim Auf- / Abbau o Nur Innenzelt Aufbau ohne Probleme. Bei Bedarf Aussenzelt einfach drüber spannen. Fazit: Mein Favorit ist klar ein Zelt mit eingehängtem Innenzelt (obwohl ich gerade ein anderes nutze). Es ist im Auf- / Abbau einfach schneller. Bei Reisen mit häufigem / täglichem Standortwechsel ein absolutes MUSS! Ausserdem bin ich schon häufig nachts vom Regen überrascht worden. Dann stellt sich die Frage: Nur ein kurzer Schauer (liegenbleiben) oder Aussenzelt aufbauen (aufstehen). Seitdem baue ich grundsätzlich das Aussenzelt auf.

Zeltform

Kuppelzelt o Selbststehend (muss nicht abgespannt werden) o Weniger Platz bei mehr Gewicht (im Vergleich zum Tunnelzelt) o Klassisch: 2 Stangenbögen die sich kreuzen. Es gibt aber auch Varianten. Tunnelzelt o nicht selbststehend (muss immer abgespannt werden) o Mehr Platz bei weniger Gewicht (im Vergleich zum Kuppelzelt) o Klassich: 2 Stangenbögen (die sich nicht berühren). Es gibt aber auch Varianten mit mehr Stangen. Geodätzelt (hauptsächlich Winterzelte) o Selbststehend o 3 oder mehr Stangenbögen die sich kreuzen. Sehr Sturmstabil. Aber auch schwer. und ein paar Formen zwischen den obigen 3 Fazit: Mein Favorit ist klar ein Kuppelzelt. Zwar hat man geringfügig weniger Platz und etwas mehr Gewicht als beim Tunnelzelt, aber ein Tunnelzelt kostet mich deutlich mehr Zeit im Auf- / Abbau, weil mehr abgespannt werden muss. Im schlimmsten Fall bekommt man das Tunnelzelt nur sehr schwer oder gar nicht aufgebaut, bei schwierigem Untergrund wie Sand-, Kies-, Stein- oder Betonboden. (Weitere Vorteile vom Kuppelzelt: Siehe Handling ganz unten) Das Kuppelzelt ist selbststehend, Heringe setzte ich nur wie folgt ein: Abspannen der Apsiden o Wenn das Gepäck nicht aussen liegen soll, z.B. Campingplatz oder wenn die Reflektoren der Taschen meinen Standort verraten o Wenn es Regnen könnte Abspannen des Zeltes bei Regen oder hoher Regenwahrscheinlichkeit. Dadurch wird u.a. verhindert, dass das Aussenzelt das Innenzelt berührt, und so Kondenswasser den Innenraum nässt. Vollabspannung des Zeltes bei Sturm. Dadurch wird u.a. verhindert, dass zu starker Wind das Zelt niederdrückt und somit das Gestänge bricht. Hier verstehe ich den Visionär robens nicht, der das super gut durchdachte Zelte Mythos Duo anbietet, 2 Eingänge, Stangenbefestigung via Clips, 2 Apsiden, Querlieger, etc. etc. ABER NICHT SELBSTSTEHEND (benötigt mind. 6 Heringe) ... Sehr, sehr schade!

Liegeform

Querlieger: Man liegt quer zum Eingang o Eingang rechts / links o Bequemes Ein- / Aussteigen (gerade für altere Leute) o Zum Ein- / Aussteigen ist nur eine 90° Drehung im Zelt notwendig Langlieger: Man liegt mit dem Kopf zum Eingang o Eingang oben / unten o Unbequemes Ein- / Aussteigen o Zum Ein- / Aussteigen ist eine 180° Drehung im Zelt notwendig Fazit: Mein Favorit ist klar ein Querlieger. Auch wenn ich als Frischluftfanatiker mit dem Kopf lieber am Eingang schlafen würde, aber die ewige Krabbelei auf Knien und das 180° drehen im Zelt mit meinen 1.95 m ist mir einfach zu nervig. Allein geht das grad noch. Zu zweit wird’s stressig.

Heringe

Früher konnte man die mitgelieferten Heringe gleich wegschmeissen. Inzwischen haben auch Zelthersteller reagiert, und legen bessere Heringe bei - zumindest bei hochwertigen Zelten.

Unterlegplane (Footprint)

Vor dem Auslegen der Unterlegplane, den Standort kurz absuchen nach Ästen, Spitzen Gegenständen (Steine, Glas,) oder Tiere (Schnecken). Eventuell auch kurz probeliegen auf der Unterlegplane: Drückt noch etwas? Liegt man gerade? Zum Schutz des Zeltbodens vor Schmutz, spitzen Sachen oder zerdrückten Tieren (die man beim Auslegen übersehen hat oder nachts unters Zelt kriechen) immer eine Unterlegplane benutzen. Wenn möglich die passende vom Zelthersteller, dann kann das Gestänge meist im Footprint eingesteckt werden. Somit wird das Footprint gespannt und kann nicht verrutschen. Oder eine andere. Hier ist darauf zu achten, dass die Unterlegplane nie grösser (länger / breiter) als das Aussenzelt ist. Bei Regen fliesst sonst das Regenwasser auf der Unterlegplane unter den Zeltboden. Das ist nicht weiter schlimm, so lange der Zeltboden 100% dicht ist. Eventuell zieht aber auch mehr Kälte dadurch nach oben und der Zeltboden ist morgens nass. Extras 1 Reparatur - Set zum abdichten (Boden, Zelt) 1 Reparatur - Hülse Gewebe - Klebeband (zur Not-Abdichtung oder befestigen der Reparatur-Hülse) Die Abspann - Seile müssen nicht dauernd am Zelt hängen (wenn man sie nicht benutzt). Deshalb abmachen, aber mitnehmen. Handling (und weitere Vorteile vom Kuppelzelt :-) Zelt - wenn möglich - trocken einpacken. Bei einem frühen Start ist das Zelt jedoch noch nass/feucht durch Morgentau und Kondenswasser. Bitte das Zelt nicht mit einem Tuch (weder innen noch aussen) trocken reiben (dadurch kann eine Schädigung der Imprägnierung entstehen, wodurch das Zelt undicht wird). Am besten das Zelt kurz am Gestänge schütteln, damit das Wasser abperlt. Das Zelt eventuell in die Sonne stellen und als letztes einpacken (auch wenn es noch nass/feucht ist). Bei einem Zelt mit Überwurf-Konstruktion das Aussenzelt separat vom Innenzelt einpacken! Das Zelt in der nächsten grösseren Pause auslegen, eventuell kurz aufbauen, damit es richtig trocknet. An Regentagen eine regengeschützte, aber windige Stelle - für die grosse Pause - suchen und dort vor allem das Innenzelt aufstellen, damit es so gut wie möglich trocknet. Wer abends in ein feuchtes, muffeliges Zelt kriecht, hat wenig Freude. Ich hänge das Zelt (morgens, Pause) gerne kurz auf (Baum), so das überall, auch an den Boden Luft ran kommt (Vorteil vom Kuppelzelt) Auch die Unterlegplane (Footprint) trocknen und auf der Unterseite von Dreck und Tieren (z.B. zerquetschten Schnecken, Spinnen) grob reinigen. Das Zelt morgens/abends kurz ausschütteln, damit kein Dreck oder Tiere im Innenzelt verbleiben und beim Packen/Liegen zerquetscht werden. (Vorteil vom Kuppelzelt, weil es einfach am Gestänge festgehalten und ausgeschüttelt werden kann)

Fazit

Der Kunde kauft was möglich, aber nicht was nötig ist (kleines Sortiment)

Statt einem kleinen, gut durchdachten Sortiment, bieten die Hersteller unüberschaubare Varianten

Die Zelthersteller schieben die Verantwortung - Kunden zu informieren (Spezifikationen, detaillierte Bilder, etc.) - an den Fachhandel

Der (Online-) Fachhandel hat nicht (immer) Zeit (und Raum) sich mit jedem Zelt (angemessen) zu beschäftigen

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung von Vaude und Exped

 
Billiger Hering, der noch häufig mit Zelten verkauft wird. Am besten gleich im Laden lassen und neue kaufen.  
Hering, der oft als hochwertig angeboten wird. Nicht kaufen !!! Die Einkerbungen sind Sollbruchstellen.  
Sehr gute Form, aber bitte ohne Aussparrungen. Die Aussparrung reduziert nicht nur das Gewicht, sondern auch den Halt, z.B. im Sand.  
Beste Form: V-förmig. Durch die grossen Flächen hat der Hering den besten Halt (Reibungskraft). Ohne Aussparungen und ohne Einkerbungen.  
Für sehr harten Boden immer ein paar Zeltnägel mitnehmen. 2-3 genügen für den Notall um das Zelt von der Windseite zu sichern.  
Tipp für Sand / Schnee  Den Hering nicht in den Boden stecken, sondern im Sand / Schnee vergraben. Das Abspann - Seil mittig am Hering befestigen und den Hering quer liegend, mit der V- förmigen Öffnung zum Zelt hin vergraben.
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